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Artikel

Eurozone Flash Survey 2024

11. Februar 2025

Die langjährige WTW-Studie über die von Unternehmen innerhalb der Eurozone getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen nach IFRS und US-GAAP liegt in neuer Auflage (zum 31. Dezember 2024) vor.
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Auch in diesem Jahr hat WTW wieder einen äußerst interessanten Survey über die von Unternehmen innerhalb der Eurozone getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen nach IFRS und US-GAAP durchgeführt. Die Studie für das Jahr 2024 erfasst Daten für mehr als 4200 Leistungspläne (Defined Benefit) in der Eurozone. 67% der Pläne bilanzierten dabei nach IAS 19 und 33% der Pläne nach ASC 715.

Des Weiteren wird im Survey auch die Entwicklung der Kapitalmärkte im Jahr 2024 und der Inflationsraten in der Eurozone dargestellt. Zudem werden interessante Hintergrundinformationen und Anmerkungen zu den dargestellten Ergebnissen geliefert.

Geringfügiger Anstieg des internationalen Rechnungszinses …

Aus Unternehmenssicht erfreulich war im Jahr 2024 die Entwicklung des internationalen Rechnungszinses, welcher nach dem Rückgang im Vorjahr wieder etwas zulegen konnte. Lag dieser zum 31. Dezember 2023 in der Eurozone für die in die Studie einbezogenen Pläne im Durchschnitt noch bei 3,22% pa, so war bis zum 31. Dezember 2024 ein geringfügiger Anstieg auf 3,35% pa zu verzeichnen. Dies führte zu einem Rückgang der Brutto-Verpflichtung (DBO/PBO), je nach Duration der Verpflichtung, von 3% bis 9%.

Übersensible Reaktionen der Märkte auf die neuesten Nachrichten zur Inflation und die davon abgeleiteten Erwartungen der Investoren an die weitere Zinspolitik der großen westlichen Notenbanken prägten die Zinsentwicklung im Jahr 2024. Der Rechnungszins bewegte sich somit hauptsächlich seitlich. Insgesamt überwogen auf Jahressicht schließlich die Erwartungen eines langsameren weiteren Zinssenkungskurses von EZB und FED. Die Normalisierung der lange Zeit inversen Zinsstrukturkurve setzte sich fort.

… in Kombination mit deutlich gesunkenen Inflationserwartungen …

Die im Jahr 2024 in der gesamten Eurozone bereits wieder weitgehend normalisierten Preissteigerungsraten hinterließen auch bei den Annahmen zur künftigen Inflation deutliche Spuren. Diese ging somit von durchschnittlich 2,20% pa zum 31.12.2023 auf nur noch 2,04% pa zum 31.12.2024 zurück.

Parallel dazu reduzierte sich auch die von den bilanzierenden Unternehmen gewählte Annahme zur künftigen Bezügedynamik. Allerdings veränderte sich diese lediglich von 2,90% pa im Jahr 2023 auf durchschnittlich 2,84% pa im Jahr 2024.

… und wieder gesunkenen Annahmen zum erwarteten Planertrag

Bekanntlich ist die Annahme zum erwarteten Planertrag seit der 2011 erfolgen Neufassung von IAS 19 nur noch für nach US-GAAP bilanzierende Unternehmen von Belang. Anders als Rechnungszins und Inflationsannahme ist dieser Parameter dabei aber nicht für die Ermittlung von DBO/PBO relevant, sondern lediglich für die Ermittlung der Pensionsplankosten des Folgejahres. Nachdem dieser Parameter in den beiden Vorjahren deutlich gestiegen war, reduzierte er sich für die nach US-GAAP zu bilanzierenden Pläne von 4,13% pa für das Jahr 2024 wieder auf 3,74% pa für das Jahr 2025. Interessant ist bei diesem Parameter insbesondere, dass sich für den Fall einer Gewichtung mit dem Marktwert der zugehörigen Planvermögen sich aktuell ein durchschnittlicher Wert von 4,97% pa ergibt. Dies deutet darauf hin, dass größere Pläne offensichtlich eine aggressivere Anlagestrategie als kleinere Pläne verfolgen.

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Director Retirement, Tax/Accounting

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