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Artikel

IPOs und M&A: Haftungsrisiken wirkungsvoll begegnen

Höhepunkte der Veranstaltung und Erfahrungen aus der IPO-Praxis

21. Februar 2025

Ein Event zu rechtlichen, versicherungstechnischen und operativen Fragen rund um Börsengänge (IPOs) und M&A-Transaktionen.
Financial, Executive and Professional Risks (FINEX)|Mergers and Acquisitions
N/A

Im Schnittfeld von Chancen und Risiken

Börsengänge und Unternehmenstransaktionen rücken wieder nach oben auf der Managementagenda. Mit den neuen Chancen sind auch komplexe Haftungsrisiken verbunden. Wie sehen sie konkret aus? Und wie kann ihnen wirkungsvoll begegnet werden? Darum ging es auf dem IPO & M&A Insights Event Ende 2024 in Frankfurt.

Die Veranstaltung von WTW und dem Versicherer AIG richtete sich an Entscheider und Experten, die sich ein aktuelles Bild rechtlicher, versicherungstechnischer und operativer Fragen rund um IPOs und M&A-Transaktionen machen wollten. Rund 40 Teilnehmende konnten sich umfassend informieren, miteinander diskutieren und Impulse für ihre Praxis gewinnen.

Ein Tag mit vielfältigen Perspektiven

Nach der Begrüßung durch Dr. Dennis Froneberg, General Manager DACH, AIG, ging es in dem Vortrag von Dr. Camilla Kehler-Weiß, Counsel, Latham & Watkins, um die rechtlichen Herausforderungen und Risiken eines IPOs, typische Fallstricke und geeignete Vorkehrungen.

Danach informierte Philipp Rouget, Head of FINEX, WTW, über die Absicherung eines Börsengangs durch eine Prospekthaftungsversicherung. Im Fokus stand die Frage, wie sich Unternehmen gegen potenzielle Ansprüche schützen können und welche Rolle die Prospekthaftungsversicherung generell im IPO-Prozess spielt.

Dr. Elke Vandendriessche, Senior Underwriter M&A, AIG, gab dann einen Einblick in die rechtlichen und versicherungstechnischen Aspekte von M&A-Transaktionen. Im Zentrum stand die W&I-Versicherung (Warranty & Indemnity) zur Absicherung von Risiken und Garantien bei Unternehmensübernahmen.

Sehr praxisnah war ein Gespräch mit Katrin Zylla-Meyer, Leiterin Konzernversicherung Otto Group, zum erfolgreichen IPO von About You 2021. Welche Rolle spielte die Prospekthaftungsversicherung? Und wie wurden die entsprechenden Herausforderungen gemeistert?

Ein weiteres Highlight war eine lebendige Podiumsdiskussion zum Thema „IPO und M&A – Risiken, Chancen und Absicherung“. Hier ging es vor allem um die Herausforderungen im Projekt und um die richtige Risikotransferstrategie. Miteinander diskutiert haben Katrin Zylla-Meyer, Leiterin Konzernversicherung, Otto Group und Dr. Camilla Kehler-Weiß, Counsel, Latham & Watkins, mit Experten vom Versicherer AIG und WTW. Moderiert wurde die Runde von Lukas Nazaruk, Head of Corporate Risk & Broking, WTW.  

Insgesamt machte der IPO & M&A Insights Event 2024 deutlich: Die Chancen von Börsengängen und Unternehmenstransaktionen können nur genutzt werden, wenn auch die jeweiligen Risiken frühzeitig in den Blick genommen und gezielt gemanagt werden. Dieses Thema gewinnt weiter an Bedeutung. Wir werden es weiterhin im Blick behalten und im Laufe des Jahres mit weiteren Aktivitäten beleuchten.

Lukas Nazaruk: Was war für Sie die größte Herausforderung?

Katrin Zylla-Meyer: Wie bei Börsengängen üblich, wurde auch der IPO von About You in einem sehr kleinen Kreis vorbereitet. Trotz der hohen Vertraulichkeit ist es entscheidend, dass der Versicherungsbereich frühzeitig einbezogen wird. Versicherungsthemen, insbesondere die Platzierung der POSI, nehmen viel Zeit in Anspruch und sind für den Erfolg eines Börsengangs von großer Bedeutung. Daher haben wir unserer CFO in diesem Projekt frühzeitig eine versicherungstechnische Einschätzung gegeben, was zu einer zügigen Einbindung unsererseits führte.

Lukas Nazaruk: Welche Themen machen das Projekt so zeitkritisch?

Katrin Zylla-Meyer: Es handelt sich um ein Spezialthema, bei dem die Platzierung unter Zeitdruck erfolgt. Der Prozess eines IPOs unterliegt hohen Anforderungen, die umfassende Kenntnisse über den „POSI-Versicherungsmarkt“ sowie ein spezielles Bedingungswerk erfordern.

Lukas Nazaruk: Wie habt ihr das Thema umgesetzt?

Katrin Zylla-Meyer: Für uns als Konzernversicherungsabteilung war dies ein neues Thema, weshalb wir uns damals externe Unterstützung geholt haben. Dies war uns als Bereich für ein professionelles Auftreten, sowohl intern als auch extern, wichtig.

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