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DAX-Pensionswerke 2024: Höchster Ausfinanzierungsgrad seit zehn Jahren

25. März 2025

Der Ausfinanzierungsgrad der DAX-Pensionswerke erreichte 2024 mit 82% einen Höchstand, bedingt durch positive Entwicklung an den Kapitalmärkten sowie ein höheren Rechnungszins.
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Der Ausfinanzierungsgrad der DAX-Pensionswerke hat 2024 einen neuen Höchststand erreicht. Eine positive Entwicklung an den Kapitalmärkten sowie ein höherer Rechnungszins führten dazu, dass der Ausfinanzierungsgrad auf 82% gestiegen ist. Gleichzeitig stehen Unternehmen 2025 vor neuen Herausforderungen.

Der hohe Ausfinanzierungsgrad ist vor allem auf eine positive Kapitalmarktentwicklung zurückzuführen. Die Planvermögen der Unternehmen erreichten 262 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 1,6 % entspricht. Gleichzeitig gingen die Pensionsverpflichtungen um 1,8 % auf 320 Mrd. Euro zurück. Dies ist insbesondere auf den höheren Rechnungszins zurückzuführen.

Volatile Kapitalmärkte erfordern ein robustes Pensionsmanagement

Trotz der positiven Entwicklung im Jahr 2024 stehen Unternehmen vor neuen Herausforderungen. Für 2025 wird eine zunehmende Volatilität an den Finanzmärkten erwartet. Politische Entscheidungen wie Änderungen an der deutschen Schuldenbremse sowie wirtschaftspolitische Maßnahmen in den USA beeinflussen das Kapitalmarktumfeld direkt. Langfristige Planungen in der betrieblichen Altersversorgung müssen daher flexibel bleiben, um auf veränderte Marktbedingungen schnell reagieren zu können.

Pension Buy-outs als strategische Option für Unternehmen

Mit dem hohen Ausfinanzierungsgrad gewinnen Pension Buy-outs zunehmend an Bedeutung. Unternehmen nutzen diese Möglichkeit, um sich von Pensionsverpflichtungen zu entlasten und ihre Finanzplanung zu optimieren. Neben klassischen De-Risking Maßnahmen wie Pensionsfonds oder Contractual Trust Arrangements (CTA) stellen Buy-outs eine Alternative dar, bei der Pensionsverpflichtungen vollständig an externe Anbieter übertragen werden. Diese Strategie kann insbesondere für Unternehmen attraktiv sein, die ihre Bilanzrisiken reduzieren und sich stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren möchten.

Die betriebliche Altersversorgung bleibt ein wichtiges Instrument zur Fachkräftesicherung

Neben der finanziellen Steuerung der Pensionswerke spielt die betriebliche Altersversorgung (bAV) weiterhin eine zentrale Rolle in der Personalstrategie vieler Unternehmen. Eine aktuelle Studie von WTW zeigt, dass über die Hälfte der Beschäftigten die bAV als wichtiger einschätzt als in der Vergangenheit. Unternehmen setzen verstärkt auf kapitalmarktorientierte Modelle, um attraktive und langfristig nachhaltige Versorgungsleistungen anbieten zu können. Zudem gewinnen ESG-Kriterien an Bedeutung, da Mitarbeitende zunehmend Wert auf nachhaltige und verantwortungsbewusste Kapitalanlagen legen.

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Managing Director, Head of Retirement Germany/Austria

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